Lost in Space (2018)

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Gefahr, Will Robinson! Dieser ikonische Satz sollte jeden Sci-Fi Fan auf die eine oder andere Weise schon einmal begegnet sein.

Im deutschsprachigen Raum wird man Lost in Space eher mit einem mittelprächtigen Film mit William Hurt, Heather Graham und Matt LeBlanc in Verbindung bringen, als mit einer Sci-Fi Serie aus den 60er Jahren. Deutschsprachiges Fernsehen schien und scheint nie ein Herz für klassische Sci-Fi aus den 50er und 60er Jahren gehabt zu haben. Dies würde zumindest erklären warum nur wenige Twilight Zone und Lost in Space Episoden eine Synchro spendiert bekamen, geschweige denn Outer Limits hierzulande nie über die Bildschirme flimmerten.

Ich könnte mir die Serien natürlich im Original anschauen aber gibt es sie auf irgendeiner Streamingseite oder bei einem Streaming Anbieter? Zumindest bin ich noch nicht fündig geworden und hadere stark mit mir nach Jahren mal wieder überteuerte DVD bzw. Blu Ray Sets zu erwerben. Wie üblich schweife ich ab. Hier soll es schließlich um Lost in Space gehen. Genauer gesagt meine ich die 2018er Netflix Neuauflage. Es ist natürlich unvermeidbar eine Sci-Fi Serie, die sich um Entdeckung und Abenteuer dreht, mit Star Trek zu vergleichen. Ich gehe sogar soweit und stelle die Behauptung auf das Lost in Space genau das ist, was Star Trek Discovery hätte sein sollen.

Normalerweise ziehe ich mein Fazit am Ende eines Beitrags, doch in diesem Fall kann ich es auch an dieser Stelle bereits tun. Ich liebe Lost in Space. Ich habe die erste Staffel von der ersten bis zur letzten Sekunde geliebt und bin ihr verfallen.

Aber vielleicht sollte ich doch ein wenig ausführlicher werden. Jedoch versuche ich mich diesmal ein wenig kürzer zu halten.

Handlung

Nach einem Meteoriteneinschlag auf der Erde machen sich einige auserwählte Menschen auf den Weg nach Alpha Centauri, um der Menschheit einen Neuanfang zu ermöglichen. Nachdem jedoch das Mutterschiff angegriffen wurde, müssen die Kolonisten mit ihren Schiffen, den Jupiter, auf einem Planeten notlanden. Anders als die Kolonisten dachten, handelt es sich jedoch dabei nicht um Alpha Centauri. Nun geht es darum herauszufinden, wo sie gelandet sind und wie sie von diesem Planeten wieder wegkommen.

Hauptfokus dabei legt die Serie auf die Familie Robinson, einer leicht zerrütteten Patchwork Familie, die auf dem Planeten wieder lernt was es bedeutet eine Familie zu sein.

Meinung

Zunächst klingt, vor allem der letzte Abschnitt, ein wenig nach einer kitschigen Soap, dem ist jedoch nicht so. Das Thema Familie steht zwar im Mittelpunkt, ist aber nie nervig oder unpassend. Weiterhin mag es auch zunächst abschrecken das oft der Fokus auf den kleinen Will Robinson liegt, doch auch dem kann man sorglos entgegentreten Will Robinson Darsteller Maxwell Jenkins liefert eine packende und überwältigende Leistung ab die mehr als beeindruckt. Kann es sein, dass Kinderdarsteller in den letzten Jahren um einiges besser geworden sind, was ihre schauspielerischen Leistungen angeht? Ich hatte zunächst die Befürchtung, dass ein neuer Wesley Crusher in Will lauern könnte, dem war jedoch nicht so.

Insgesamt kann man sagen, dass die Robinsons fantastisch gecastet wurden und unglaublich gut miteinander harmonieren. In den ersten Episoden dachte ich noch das Vater Robinson, verkörpert von Toby Stephens, irgendwie kalt und ein Arsch sei, auch dem war nicht so.

Mein absoluter Liebling der Familie ist allerdings Penny Robinson, verkörpert von Mina Sundwall . Penny ist das mittlere Kind der 3 und ist einfach sympathisch und bringt den nötigen Witz in die Serie. Humor ist an sich etwas, was recht subtil, aber äußerst effektiv in der Serie genutzt wird. Dabei wirken die witzigen Szenen nicht gezwungen, sondern wirken wunderbar natürlich.

Zum Antagonisten Dr. Smith möchte ich aus Spoiler Gründen nicht viel sagen. Ihre Rolle und Darstellung ist äußerst vielschichtig, spiegelt aber dennoch ein wenig einen klassischen 60er Jahre Bösewicht wieder, der perfekt in der Manipulation von Menschen ist.

Hervorragend fand ich auch die Effekte der Serie. Es ist schon bemerkenswert, wie unglaublich gut heute TV-Serien aussehen können. Ich fand diese sogar ein wenig hübscher als in Discovery, das mag auch daran liegen das LiS sehr viel heller und teilweise kräftiger in der Farbgebung war.

Einen fetten Daumen nach oben gibt es von mir auch für das Intro der Serie. Das, das stark an jenes von Star Trek Enterprise erinnert, aber trotzdem sein eigenes „Ding“ draus macht, aber seht selbst.

 

Auf die Story möchte ich hingegen aus Spoilergründen, aber vor allem aus dem Grund eingehen, da ich finde, dass jeder sein eigenes Abenteuer mit den Robinsons erleben sollte und ich dem nicht allzu viel vorwegnehmen möchte.
Fazit

Schon lange ist es her, dass mich eine Sci-Fi Serie so schnell in seinen Bann gezogen hat wie diese. Lost in Space versteht es, eine Idee die in den 60er Jahren ihren Ursprung hat frisch und trotzdem nah an den Wurzeln neu zu interpretieren. Wenn ihr die Möglichkeit habt, auf Netflix zuzugreifen oder andere Wege kennt die Serie zu gucken, dann schaut auf jeden Fall rein

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Ein Gedanke zu “Lost in Space (2018)

  1. Im Gegensatz zu Star Trek Discovery habe ich Lost in Space bis zum Ende
    geschaut. Sie war auf jeden Fall unterhaltsam und jeder Charakter wurde tiefgründig sowie lebhaft präsentiert. Sie hat mich zwar nie überrascht, weil sie klassischen Filmmustern gefolgt ist, aber es muss ja auch nicht jede Sendung wtf Momente haben. Es ist eine solide Serie, die gut in Szene gesetzt ist. Penny finde ich auch am besten, der Hehler und Ganove Don war ebenfalls eine witzige Bereicherung 😉

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