Review: Doctor Who – Twice Upon A Time

Standard

Alle Jahre wieder steht Weihnachten für Abschiednehmen, Abschiednehmen vom Doctor. Jedoch ist dieses Jahr bzw. war letztes Jahr in doppelter Hinsicht Zeit um Adios, sagen.

Handlung

Der Doctor trifft auf seine erste Inkarnation während beide zeugen einer Zeitanomalie werden. Die Zeit friert quasi vor ihren Augen ein. Sie begegnen dabei einem General des 1. Weltkriegs. Im Laufe der Episode treffen die 3 auf Aliens die sich darauf spezialisiert haben die Persönlichkeit einer Lebensform zu konservieren.

Vermutlich hat jeder diese Episode bereits gesehen, dennoch möchte ich an dieser Stelle nicht die ganze Story wiedergeben, sondern mich primär auf die Kritik konzentrieren.

Kritik

Stephen Moffat fährt in dieser Episode noch einmal alle Geschütze auf und liefert eine wundervolle Abschiedsgeschichte. Schön fand ich es, das der Doc sich zum Abschluss nicht mit irgendwelchen feindlichen Aliens herumplagen, muss. Gefreut hatte ich mich sehr auf die Rückkehr des ersten Doctors, doch war ich ein wenig enttäuscht. All zuviel trug er meiner Ansicht nach nicht bei, er war lediglich dazu da, um aufzuzeigen, wie sehr sich doch die Figur in den über 50 Jahren weiterentwickelt hat.

Eine Sache, die mich dabei störte und nicht wirklich Hartnells Doc widerspiegelte, waren sein fast schon sexistisches Verhalten. Bill eignet sich gut als Putze für die Tardis usw.. War dies wirklich nötig? Ich habe mir die Hartnell Episoden, sofern sie verfügbar waren, angeschaut und nie ein solches Verhalten festgestellt. Selbst wenn es so wäre, ist der Doc noch immer ein Außerirdischer von einer sehr viel weiter entwickelten Spezies als uns Menschen. Diese Szenen waren fehl am Platz und David Bradly und dem Doc nicht würdig.

Ahja, sollte das ein „Frauen können nicht Fahren“ Witz werden als Jodie die Tardis zum ersten Mal steuert? Wenn ja dann Bravo, Ihr habt, Euch schon jetzt an einem typischen Klischee bedient. Ich kann nur hoffen das Jodies Doc nicht unter Autoren leiden muss die Frauen Klischee nach dem anderen sich zunutze machen. Jodie Whittaker kann schauspielern wie die Hölle, also gebt Ihr auch die Chance dazu.

Gelungen fand ich die Geschichte um den General in der Mark Gatiss erneut unter beweis stellen konnte, wie vielfältig sein Schauspiel doch ist. Das Einzige, was mich ein wenig störte, war die Offenbarung, dass er Brigadier Lethbridge-Stewarts Vater war, dies war Fan Service vom feinsten und wäre nicht notwendig gewesen, da ich es lieber gesehen hätte, wenn er ein x-beliebiger Soldat des 1. Weltkriegs gewesen wäre. Wo wir gerade bei Fanservice sind …Clara. Claras Auftritt war überraschend, aber so bedeutungslos. Viel schlimmer ist jedoch, das ihr Auftritt ein riesiges Logikloch entstehen lässt. Clara taucht auf und der Doc erkennt sie.

1. Clara lebt gewissermaßen noch und tourt mit Me im Tardis-Diner durchs Universum und 2. Der Doc hat alle Erinnerungen an sie verloren, also wie kann er sich dann an sie erinnern? Natürlich durch ein magisches „deine Erinnerungen sind nun nicht mehr weg“. Fan Service ist ja schon etwas Schönes, dann aber bitte etwas durchdachter und nicht so absurd. Ahja Nardole kam auch noch mal kurz vorbei, auch recht belanglos, aber nachvollziehbarer als Clara. Ihr merkt sicherlich, dass ich viel an der Episode auszusetzen habe. Das Problem ist, ich mochte sie als Gesamtpaket wirklich sehr, dennoch hatte ich mir etwas anderes vorgestellt und bestimmte Details haben mich einfach gestört.

War es ein gutes Weihnachtsspecial? Ja. War es ein perfekter Abschied für Capaldi? Nein, bei Weitem nicht. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass meine Erwartungen zu hoch waren.

Capaldis Doc war eben anders, weniger quengelig und öfters in sich gekehrt. Er war mehr ein Doc der klassischen Serie als dem Revival und dies war vielleicht auch ein Grund, weshalb er nicht so sehr gemocht wurde wie ein David Tennant oder Matt Smith. Für mich war Capaldi einer der besten Docs der letzten Jahre. Dies betrifft nicht unbedingt die Storys, sondern den Charakter an sich. Es ist immer wieder traurig einen Doc gehen zu sehen.

Danke Peter, Du warst ein grandioser Doc und die Killeraugenbrauen macht Dir niemand so schnell nach.

Doctor Who 11×01 Twice Upon a Time

3,5 von 5 von 12 von 13 Doktoren

Advertisements

Ein Gedanke zu “Review: Doctor Who – Twice Upon A Time

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s